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Schilddrüsenerkrankungen mit Homöopathie begleiten

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Erkrankungen der Schilddrüse treten immer häufiger auf. Insbesondere Frauen sind davon betroffen. In Deutschland nehmen Schätzungen zufolge rund 4,1 Millionen Menschen Schilddrüsenhormone ein. Häufig sind die Patienten ihr Leben lang darauf angewiesen. Mit Klassischer Homöopathie können erfahrene Therapeuten hier unterstützend behandeln. Sie können helfen, die Symptome zu reduzieren und den häufig zugrundeliegenden Autoimmunprozess zu beeinflussen.
Darauf weist der Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) hin.

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, aber mit großen Aufgaben. Sie produziert die beiden Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin), die aus Aminosäuren durch das Anlagern von Jod gebildet werden. Diese Schilddrüsenhormone sind für den reibungslosen Ablauf einer ganzen Reihe von wichtigen Körperfunktionen verantwortlich. So regeln oder beeinflussen sie den Energieverbrauch, die Körperwärme, den Mineralstoff- und Wasserhaushalt, den Kreislauf und die Magen-Darm-Funktion, den Schlaf, die Aktivität von Nerven und Muskeln, aber auch das seelische Wohlbefinden und die Fruchtbarkeit sowie das Längenwachstum und die geistige Entwicklung, insbesondere von Kindern. 

Wenn das System gestört ist

Gibt die Schilddrüse über einen längeren Zeitraum zu viele oder zu wenige Hormone an den Körper ab, beeinträchtigt dies den gesamten Organismus. Eine Schilddrüsenunterfunktion tritt am häufigsten in Form der chronischen, autoimmunbedingten Hashimoto-Thyreoiditis auf. Bevor sie diagnostiziert wird, verläuft sie oft über Jahre symptomarm. Der schleichende Entzündungsprozess zerstört letztendlich die Schilddrüse und es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion bis hin zu totaler Funktionslosigkeit. Die Ursachen sind noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht. Auf jeden Fall nimmt die Zahl der erkrankten Patienten in den letzten Jahren stark zu. Die konventionelle Therapie besteht darin, so lange abzuwarten,  bis eine dauerhafte Gabe von Schilddrüsenhormonen erforderlich wird. Diese Substitution muss bis ans Lebensende erfolgen. Eine weitere Form der Autoimmunerkrankung ist der Morbus Basedow. Hierbei kommt es im Gegensatz zur Hashimoto-Thyreoiditis zu einer Schilddrüsenüberfunktion und oft zu einer Vergrößerung der Schilddrüse.  Je nach Schwere der Erkrankung kommen hierbei die Gabe von hemmenden Medikamenten, eine Radiojodtherapie oder eine teilweise Entfernung der Schilddrüse als schulmedizinische Therapie zur Anwendung.

Schilddrüsenerkrankungen: lange unerkannt

Clementina Rabuffetti, homöopathisch arbeitende Heilpraktikerin aus Berlin, berichtet aus ihrer Praxis, dass Schilddrüsenerkrankungen häufig lange unerkannt bleiben. „Viele Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion fühlen sich gar nicht krank. Sie berichten eher beiläufig von Beschwerden wie Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Haut-/Haar-Veränderungen, Konzentrationsstörungen, Kälteintoleranz, Menstruationsstörungen oder Verstopfung. Häufig beobachte ich, dass neben einer erblichen Anlage auch schwierige Lebensumstände Auslöser für die gestörte Schilddrüsenfunktion sein können, z.B. Dauerstress, Kummer, Schlafmangel oder auch Angst.“ Als Mitursache werden wissenschaftlich auch der Einfluss von Umweltbelastungen, schwere Viruserkrankungen wie die Gürtelrose oder eine übermäßige Jodzufuhr diskutiert.

Die Erkrankung an den Wurzeln packen

„Patienten mit behandlungsbedürftiger Schilddrüsenunterfunktion werden schulmedizinisch mit Hormonen behandelt. Manche kommen ganz gut damit zurecht, bei anderen dauert es länger, bis sie richtig eingestellt sind. Der Autoimmunprozess wird dadurch aber nicht beeinflusst und die von der Unterfunktion ausgelösten Beschwerden verschwinden oft auch nicht vollständig. Als Homöopathin suche ich nach Wegen, wie ich die Lebensqualität der Patienten verbessern kann und zu den Wurzeln der Erkrankung vorstoße“, sagt Rabuffetti. „Die Gabe von Schilddrüsenhormonen oder die Entfernung der Schilddrüse stoppen zwar die Über- oder Unterfunktion, aber die tiefer liegende Erkrankung bleibt unbehandelt. Die klassische Homöopathie bietet in meinen Augen eine gute Ergänzung, weil sie nicht nur die Schilddrüse, sondern auch den Autoimmunprozess im Fokus hat“, so Rabuffetti.

Keine homöopathische Selbstmedikation bei Schilddrüsenerkrankungen

„Homöopathen schauen sich den ganzen Menschen an und behandeln die individuellen Beschwerden und Symptome der Kranken“, erklärt Dr. Birgit Weyel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD). „Das braucht im Regelfall Zeit, eine entsprechende Ausbildung  und ist auch nicht mit der Gabe eines einzigen Mittels getan. Der VKHD rät deshalb ausdrücklich von Selbstbehandlungen mit Homöopathie bei Schilddrüsenerkrankungen ab. Bei chronischen Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen müssen erfahrene und gut ausgebildete Homöopathen die Behandlung begleiten“, betont Weyel die Position des Verbandes.

Individuelle Mittelwahl

Die Berliner Homöopathin Rabuffetti bestätigt dies und erklärt: „Drei Menschen, die unter Morbus Basedow leiden, werden von mir mit großer Wahrscheinlichkeit drei verschiedene homöopathische Mittel erhalten. Eine Patientin erkrankte z.B. nach dem plötzlichen unerwarteten Tod ihres Freundes. Die andere kann keine auffallende Ursache nennen, sie lebt aber im Dauerstress, hat drei Jobs, zwei Kinder und kommt nie zu Ruhe. Die dritte Betroffene hat ihre krebskranke Mutter lange gepflegt und sich total verausgabt. Die Umstände muss ich bei der Wahl des richtigen Mittels jeweils berücksichtigen. Homöopathen überprüfen im Laufe der Behandlung regelmäßig, wie sich die Symptome entwickeln und ob das homöopathische Mittel beibehalten werden kann oder ein Folgemittel angezeigt ist. Bei Schilddrüsenerkrankungen ist häufig eine Reihenfolge von Mitteln nötig, um der Grundstörung den Boden zu entziehen. Auch die Dosierung der Arzneien muss jeweils bedacht werden“, so Rabuffetti. Sie ergänzt noch, dass sie auch die jeweilige Krankengeschichte und Familienanamnese berücksichtigt, um den Boden, auf dem die Krankheit sich entwickelt, mitzubehandeln.

Lebensstiländerungen sind nicht selten notwendig

„Neben der homöopathischen Behandlung mache ich den Patienten auch deutlich, dass sie einfache Ernährungsregeln beachten müssen“, führt Rabuffetti aus. „Bei einer Überfunktion der Schilddrüse müssen sie beispielsweise die Jodaufnahme strikt reduzieren. Ich thematisiere auch Lebensstiländerungen: ausreichend körperliche Aktivität, Reduktion von Übergewicht, mit dem Rauchen aufhören etc. Für manche Patienten ist es auch wichtig, den eigenen Rhythmus wiederzufinden, die Zeiten der Aktivität und die Zeiten der Ruhe zu trennen, den Schlaf wiederzuentdecken. Andere müssen lernen, nach eigenen und nicht fremden Regeln zu leben“, so Rabuffetti. Sie zieht das Fazit: „Ich erlebe es immer wieder, dass eine von der Homöopathie begleitete Schilddrüsenerkrankung den Patienten neue Perspektiven eröffnen kann: in Richtung Gesundheit, Lebensqualität und Freude. Das macht meine Arbeit für mich so erfüllend.“

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