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Schlechter Schlaf erhöht Atherosklerose-Risiko

10.03.2019
Schlechter Schlaf erhöht Atherosklerose-Risiko Schlechter Schlaf erhöht Atherosklerose-Risiko Fotolia.com #8788384 © Sebastian Kaulitzki
Wer weniger als 6 Stunden schläft, hat ein erhöhtes Atherosklerose-Risiko. Das hat eine aktuelle Beobachtungsstudie aus den USA gezeigt. Gesunde Schlafgewohnheiten sind demnach für die Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen wichtig.

Frühere Beobachtungsstudien hatten bereits den Zusammenhang zwischen kurzer/langer Schlafdauer und dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes gezeigt. Allerdings bauten die Studienergebnisse auf den Auskünften der Studienteilnehmer auf und waren anfällig für Verfälschungen. Eine aktuelle Studie aus Boston setzte nun auf die Auskünfte der Teilnehmer und zusätzlich auf Ergebnisse der Aktigraphie. Dabei handelt es um ein Verfahren, bei dem die menschlichen Aktivitäts- und Ruhezyklen erfasst werden. Es wird in der Schlafmedizin und Schlafforschung angewendet. Der Aktigraph ähnelt einer Armbanduhr und misst in festen Zeitintervallen die Bewegungen von Probanden über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen. Die Häufigkeit von Bewegungen während des Schlafes im Vergleich zum Wachzustand erlaubt Rückschlüsse auf Einschlafzeit und Schlafdauer.

Die aktuelle Studie belegt nun, dass die selbstdokumentierten Daten der Patienten oft deutlich von der Aktigraphie abweichen. Außerdem schlossen frühere Studien auch Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Vorerkrankungen und entsprechender Medikation ein, was die Ergebnisse verfälscht haben könnte.

Die Arbeitsgruppe von der Tufts University Boston hat nun eine Woche lang bei 3.974 Personen mittleren Alters, ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Schlaf-Wach-Aktivität mithilfe eines Aktigraph gemessen. Bildgebungsverfahren (Kardio-CT und 3D-Gefäß-Ultraschall) dienten der Erfassung von Atherosklerose in den nicht koronaren Gefäßen und von koronarer Verkalkung.

Erhöhtes Risiko bei weniger als sechs Stunden

Die Probanden wurden je nach Schlafdauer vier Gruppen zugeteilt: Sehr kurze Schlafdauer (unter 6 Stunden), kurze Schlafdauer (6 bis 7 Stunden), Referenz-Schlafdauer (7 bis 8 Stunden) und lange Schlafdauer (mehr als 8 Stunden). Die Probanden mit weniger als 6 Stunden Schlaf oder häufigen Unterbrechungen hatten ein deutlich erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.

Kurzer aber auch schlechter Schlaf scheinen demnach die Wahrscheinlichkeit für Atherosklerose zu erhöhen. Das Risiko für Kurzschläfer ist im Vergleich zu Personen mit 7 bis 8 Stunden Schlaf um 27 % erhöht. Unruhige Schläfer haben ein um 34 % erhöhtes Risiko. Koronar-Kalk-Gehalt und Entzündungsmarker blieben von Schlafqualität und -dauer unbeeinflusst. Allerdings zeigte sich, dass vor allem Frauen mit mehr als 8 Stunden Schlaf ein ebenfalls erhöhtes Atherosklerose-Risiko hatten. Offensichtlich ist auch zu viel Schlaf in Hinblick auf Artherosklerose nicht gesund.

Quelle: Ärzte Zeitung online
Die Studie finden Sie hier.
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