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Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) wieder in der Kritik

12.11.2018
Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) wieder in der Kritik Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) wieder in der Kritik Fotolia.com #62533646 © contrastwerkstatt
Als im Jahr 2015 die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) von einem Call-Center der Sanvartis GmbH übernommen wurde, war die Kritik groß. Kritiker befürchteten, dass die UPD ihre Unabhängigkeit mit dem Übergang in die Hände eines privaten Betreibers verlieren könnte. Drei Jahre später und nach einem erneuten Verkauf flammt die Kritik wieder auf. Es soll Qualitätsmängel und Intransparenz bezüglich der Finanzen geben.

Die UPD berät jährlich tausende Patienten bei Beschwerden über Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser und unterstützt sie in Konfliktfällen. Im Jahr 2015 wurden Zweifel geäußert, ob ein Unternehmen wie Sanvartis, das auch für Krankenkassen und die Pharmaindustrie arbeite, eine unabhängige Beratung gewährleisten kann.

Nun berichtet das Ärzteblatt, dass es erhebliche Qualitätsmängel in der Beratung gegeben haben soll. Als Beispiel werden einige irreführende Informationen auf der Website der UPD angeführt. Der GKV-Spitzenverband bezeichnet diese Mängel bei der Qualität als „handwerkliche Fehler“, die jedoch „nicht so schwerwiegend“ seien, dass die Fördervereinbarung infrage gestellt werden müsse.

Der Auslöser für die erneute Debatte war der Eigentümerwechsel der UPD gGmbH, der Mutterfirma Sanvartis und der Sanvartis Group zur Care-force Sanvartis Holding. Einige Abgeordnete des Gesundheitsausschuss des Bundestags hatten Bedenken gegen diesen Weiterverkauf. Sie mahnten vor allem wegen der mangelnden Transparenz in Hinblick auf die Verwendung von Fördergeldern in Millionenhöhe. Nach Ansicht der Oppositionsfraktionen im Bundestag ist unklar, wofür die Fördergelder im Einzelnen ausgegeben werden. So habe es angeblich eine unverhältnismäßige Erhöhung von rund 1,7 Millionen Euro für Ausgaben für Softwarelizenzen gegeben. Klarheit über die tatsächliche Fördermittelverwendung gibt es von Seiten der Verantwortlichen nicht.

Quelle: www.aerzteblatt.de
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