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Potenz

(a) Wirkungspotenzial einer homöopathischen Arznei

(b) Potenzierungart und Potenzierungsgrad einer homöopathischen Arznei (siehe auch Potenzierung). 

Potenzarten: Üblich sind sogenannte D-, C- und Q-Potenzen; letztere werden auch LM-Potenzen genannt. Bei den Arzneibezeichnungen ist die Potenzart durch den Buchstaben ersichtlich, der Potenzierungsgrad durch die dahinter gesetzte Zahl.

D-Potenzen: 9 Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch wird je Potenzierungsschritt ein Teil des Ausgangsstoffes, bei weiteren Potenzierungstufen ein Teil der Vorpotenz zugegeben. Dieser Vorgang, hier der Einfachheit halber nur für Lösungen und nicht für die Verreibung fester Stoffe beschrieben, kann mehrfach nacheinander wiederholt werden.

C-Potenzen
: 99 Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch wird je Potenzierungsschritt ein Teil des Ausgangsstoffes, oder später der Vorpotenz zugegeben. Dieser Vorgang kann mehrfach nacheinander wiederholt werden.

Q- oder LM-Potenzen
: Hier ist die Herstellung etwas komplizierter. Der Ausgangsstoff wird zunächst wird bis zur C3 verrieben. Danach wird in Doppelschritten jeweils ein Teil der Vorpotenz mit 99 oder 100 Teilen Wasser-Alkohol-Gemisch intensiv verschüttelt und ein Tropfen dieser Lösung auf 500 Globuli aufgebracht. Die letzten beiden Schritte können wiederum mehrfach seriell wiederholt werden.

Potenzbezeichungen, hier als Beispiel für „Aconitum napellus", deutsch blauer Sturmhut:

Bezeichnung

Verdünnung 
je Schritt

seriell wiederholte Potenzierungsschritte

Verdünnung insgesamt

Aconitum D6

1:9

6

1 : 1 000 000

Aconitum C6

1:99

6

1 : 1  000 000 000 000

Aconitum C12

1:99

12

1: 1024 = 10-24

Potenzhöhe: Was ist eine Hochpotenz, was ist eine Tiefpotenz? Die Grenze wird nicht überall einheitlich gezogen. Potenzen bis D6 gelten ziemlich überall als Tiefpotenzen, Potenzen ab C1000 überall als Hochpotenzen. In Deutschland bezeichnet man im allgemeinen Potenzen ab C30 als Hochpotenz. Korrekt hergestellte LM- bzw. Q-Potenzen gelten aufgrund der hier sehr intensiveren Verreibung des Ausgangsstoffes in der Regel schon ab LM1 / Q1 als mittlere oder hohe Potenz.

Was wirkt? Es ist unbestritten, dass homöopathische Potenzen aufgrund des hohen Verdünnungsgrades nicht nach den üblichen biochemischen und pharmakologischen Prinzipien wirken. Dennoch haben sie eine Signalwirkung, wobei das Signal (oder die Information) der Arznei und der Krankheitszustand des Patienten wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen müssen, damit die erwünschte Wirkung eintreten kann. Der Wirkmechanismus kann mit der üblichen Chemie und Physik nicht erklärt werden, die Quantenphysik erlaubt immerhin plausible Modellvorstellungen. Im wissenschaftlichen Rahmen kann die Homöopathie als Reiztherapie eingeordnet werden.

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