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Neue Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde

13.12.2018
Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde Fotolia #120427565 © CrazyCloud
Die Universität Witten/Herdecke eröffnet im Forschungs- und Entwicklungszentrum Witten (FEZ) eine Ambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, um ein neues Organisationsmodell der ärztlichen Versorgung zu evaluieren.

Es handelt sich um ein Pilotprojekt, das bundesweit ein neues Organisationsmodell für eine multiprofessionelle, teambasierte und patientenorientierte ärztliche Versorgung innerhalb der Humanmedizin erproben soll. Behandeln lassen können sich alle gesetzlich Versicherten mit ihrer Versichertenkarte.

Die Universitätsambulanz wird ihren wissenschaftlichen und lehrebezogenen Fokus auf eine integrative Behandlung insbesondere der Patienten mit chronischen und komplexen Beratungsanlässen richten. Obwohl die Ambulanz in der Erstversorgung angesiedelt ist, werden neben der primärmedizinischen Basisversorgung vor allem Patientenaktivierung und Gesundheits- / Selbsthilfekompetenz die zentralen Säulen sein. Als wesentliche Gesprächs- und Behandlungsmethoden stehen deshalb die Themen Ernährung, Bewegung, Entspannung und Motivation zur Lebensstiländerung im Vordergrund.

Da die Krankenkassen die Zulassung einer Universitätsambulanz zum Zwecke der Lehre und Forschung genehmigt haben, werden die erbrachten Leistungen auch direkt von den Krankenkassen vergütet. Das Budget, das niedergelassene Ärzte von den Krankenkassen für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten erhalten, wird von der Universitätsambulanz nicht berührt. Die Universität Witten/Herdecke ist im Rahmen der Einrichtung der Universitätsambulanz prinzipiell nicht an der Umsetzung eines neuen Ertragsmodells interessiert, stattdessen geht es um die modellhafte und paradigmatische Etablierung eines neuen integrativen Versorgungsansatzes sowie die Evaluation und Erforschung, auch Weiterentwicklung, dieses Ansatzes. Zusätzlich wird das Modell in die Lehre des neuen Modellstudiengangs Humanmedizin einfließen und dort unter anderem ein Lernort des neuen Schwerpunkts „Ambulante Gesundheitsversorgung“ sein.

Hintergrund der Ambulanzgründung ist u.a. die allgemeine Erkenntnis, dass durch den generell zunehmenden Mangel vor allem an Primärärzten andere Berufsgruppen zukünftig Versorgungsleistungen mit übernehmen werden (müssen). So werden Case Managerinnen und Manager sowie Therapeutinnen und Therapeuten für Gesundheitsförderung in der Universitätsambulanz die Patientinnen und Patienten im Rahmen des Therapieverlaufes mitbegleiten und unterstützen. Ein zentrales Novum ist die Bereitstellung der individuellen Patientenakte für alle Patientinnen und Patienten im Rahmen des Programms ‚Open Notes‘. Dabei können die Patienten unabhängig von Ort und Zeit webbasiert und datengeschützt auf die von den Ärztinnen und Ärzten geführte Patientenakte zugreifen. So erhalten sie nicht nur den Zugang zu ihrer Medikation, den Befunden etc., sondern auch zur Therapieplanung und dem Therapieverlauf. Die elektronische Patientenakte wird damit in der Universitätsambulanz gemeinsam von der Ärztin, dem Arzt und der Patientin oder dem Patienten geführt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Universität.
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