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Jede Praxis erfordert auch ein professionelles Management 

Neben der Behandlung Ihrer Patienten ist es wichtig, Ihre Praxis als Unternehmen zu sehen und zu führen. Sowohl Ihre medizinischen Fähigkeiten, als auch die professionelle Praxisführung sind für Ihren therapeutischen und wirtschaftlichen Erfolg ausschlaggebend. Unsere primäre Motivation als Homöopath ist in der Regel jedoch alles andere als wirtschaftlich ausgerichtet, und das ist auch gut so. Die unternehmerischen und gesetzlichen Aspekte dürfen dabei jedoch nicht vernachlässigt werden. Sonst verlieren wir die wirtschaftliche Basis für unsere anderen „Visionen“.

Bei der Praxisführung gibt es vielseitige Aufgaben, Vorgaben und Regeln zu beachten: Die räumliche Gestaltung Ihrer Praxis, die Organisation der Praxisabläufe, die Abrechnung Ihrer Leistungen, die Berücksichtigung geltender gesetzlicher Bestimmungen und Hygienevorschriften, die Akquisition neuer Patienten u.v.m.

Der VKHD unterstützt seine Mitglieder dabei, sich in diesem Geflecht von Anforderungen zurechtzufinden. Dazu dient neben dem Mitgliederhandbuch (19.84 MB) , der Verbandszeitschrift VKHD aktuell sowie dem Newsletter auch unsere Website, die eine Fülle an Informationen im Mitgliederbereich für Sie bereithält. Selbstverständlich stehen wir unseren Mitgliedern auch persönlich mit Rat und Tat zur Seite.

Immer wieder eine kleine Herausforderung: Die Praxisführung

Es gibt sehr viele Anforderungen, die bei jeder Praxisführung zu beachten sind. Das fängt schon mit der Organisation der Patientenkontakte an. Entscheiden Sie sich für eine Bestellpraxis oder richten Sie feste Sprechstunden ein? Wie gewährleisten Sie Ihre direkte telefonische Erreichbarkeit? Sollen Termine schriftlich bestätigt werden und wie sorge ich am besten dafür, dass der Patient eine Behandlungs- und Honorarvereinbarung inklusive Gebührenübersicht von mir erhält? Denn eine korrekt formulierte Behandlungsvereinbarung ist nicht nur die rechtliche Grundlage für eine Behandlung, sondern verhindert Unklarheiten und Streitigkeiten. Auch klar formulierte Honorarübersichten sind für ein Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Behandler wichtig. Hinweise zur Gestaltung einer Honorarliste finden Sie z.B. im VKHD-Handbuch (19.84 MB) , Kapitel 6. 

Hier finden Sie auch zu vielen anderen Aspekten des Praxismanagements Antworten. Im Kapitel 7.1 z.B. zu den Themen Karteiführung und Dokumentation, sachgerechte Aufklärung, Störfaktoren der Behandlung, Buchführung oder Abrechnung Ihrer Leistungen u.v.m.

Praxishygiene: Auch in der homöopathischen Praxis geht es nicht ohne 

Homöopathisch praktizierende Einzelmittel-Homöopathen arbeiten selten invasiv. Trotzdem sind auch für Sie Infektionspräventions- und Hygienemaßnahmen nach anerkannten Standards zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Infektionsrisiken bindend. Zu den wichtigsten Aspekten der Infektionsprävention zählen sicher die Hände- und Wäschehygiene, Haut- und Flächendesinfektion, ggf. Instrumentenaufbereitung, Abfallentsorgung und Beachtung von Schutzmaßnahmen.

Der VKHD bietet Ihnen auch hier seine Unterstützung an. So finden Sie im VKHD-Handbuch (19.84 MB) - Kapitel 7.5 nicht nur fundierte Informationen rund um diese Themen, sondern auch einen Muster-Hygieneplan, den Sie an die Erfordernisse und Gegebenheiten Ihrer Praxis anpassen können.

Praxisbegehung: Wenn der Amtsarzt kommt

Insbesondere Praxen, die invasiv arbeiten, werden von den Gesundheitsämtern regelmäßig überprüft. Seltener werden Homöopathie-Praxen von den zuständigen Behörden inspiziert und dies kann mit und ohne Ankündigung erfolgen. Hierfür liefert § 36 IfSG Abs. 2 die rechtliche Grundlage. Darauf sollten Sie also vorbereitet sein.

Die begehenden Amtsärzte werden insbesondere folgende Dokumente einsehen wollen: 

  • Unterlagen zu Logistik und Betriebsabläufen, inkl. Verfahrens-, Arbeits- und Betriebsanweisungen
  • Hygieneplan 
  • Verfallsdatumskontrolle der Arzneimittelbestände 
  • Entsorgung von Praxisabfällen 
  • Checkliste Temperaturkontrolle bei vorhandenem Kühlschrank
  • Verbandbuch 

Ferner werden sie folgende Aspekte Ihrer Praxis-Organisation beleuchten:

  • Wäscheversorgung
  • Hausreinigung
  • Verwendete Desinfektionsmittel
  • Flächendesinfektion
  • Desinfektionsverfahren für die Instrumentenaufbereitung
  • Sterilisationsverfahren mit Prüfunterlagen
  • Hygienemanagement (Informationsquellen, Fortbildung, Besprechung)

Gegebenenfalls auch:

  • Bestandsverzeichnis aller energetisch betriebenen Geräte (falls diese Geräte vorhanden sind) 
  • für bestimmte Geräte ein Gerätebuch, in dem die Inbetriebnahme und die praktische Unterweisung dokumentiert ist (dito)

Auch die baulich-funktionellen Gegebenheiten Ihrer Praxis schaut sich der Amtsarzt an. Ein besonderes Augenmerk wird er dabei im Regelfall auf Behandlungs- und Laborräume haben. Ein Sprechzimmer, wie in den meisten Homöopathie-Praxen, in dem nur die Patientengespräche stattfinden, wird häufig weniger streng bewertet.

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