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Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Heilpraktiker und einem Homöopathen?

Viele Menschen benutzen die Begriffe „Heilpraktiker“ und „Homöopath“ synonym, obwohl das nicht dasselbe ist. „Homöopath“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Therapeuten, der die Homöopathie praktiziert. Dies kann ein Arzt oder Heilpraktiker sein. Es gibt also homöopathisch praktizierende Heilpraktiker und homöopathisch praktizierende Ärzte. Wenn Sie sich homöopathisch behandeln lassen wollen, haben Sie die Wahl zwischen diesen beiden Berufsgruppen. Der Arzt wird sich homöopathisch weitergebildet haben und sollte über eine Zusatzbezeichnung Homöopathie oder über das Diplom des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) verfügen. Bei Heilpraktikern ist das im Grunde ähnlich. Sie absolvieren zuerst die überwiegend schulmedizinische Heilpraktiker-Ausbildung und wählen dann die Einzelmittel-Homöopathie als Spezialisierung.

Heilpraktiker arbeiten naturheilkundlich, aber auf schulmedizinischer Grundlage

Heilpraktiker sind nicht-ärztliche Therapeuten, die nach einer strengen Überprüfung ihrer medizinischen Kenntnisse durch ein regionales Gesundheitsamt die Erlaubnis erhalten, eigenständig – also ohne ärztliche Weisung – zu praktizieren und Krankheiten (übrigens nicht alle) zu behandeln. Dies wird durch das Heilpraktikergesetz und seine Durchführungsverordnung geregelt.

Heilpraktiker müssen bei der Überprüfung vor dem Gesundheitsamt belegen, dass sie

  • ihre gesetzlichen Grenzen und Möglichkeiten kennen,
  • anatomische, physiologische und pathologische Zusammenhänge verstehen und vernetzt denken können,
  • fähig sind, Krankheiten und Leiden zu diagnostizieren und die Differentialdiagnose beherrschen,
  • in Notfallsituationen lebensrettende Maßnahmen einleiten können,
  • wichtige klinische Untersuchungsmethoden kennen und beherrschen,
  • Ergebnisse von Blutuntersuchungen richtig interpretieren können,
  • Kenntnisse über Hygienemaßnahmen haben,
  • Injektionstechniken beherrschen,
  • Grundlagenwissen zu den wichtigsten naturheilkundlichen Methoden haben.

Heilpraktiker können aus einem Pool vieler verschiedener komplementärmedizinischer Verfahren wählen. Ein vertieftes Wissen über einzelne naturheilkundliche Verfahren eignen sie sich häufig nach der amtsärztlichen Überprüfung an. Nicht selten wählen sie mehrere Methoden aus, die sie dann in ihrer Praxis anwenden.

Heilpraktiker, die sich für die Einzelmittel-Homöopathie entscheiden

Für diejenigen, die sich für die Einzelmittel-Homöopathie als Therapieform entscheiden, folgt ein langjähriges und sehr aufwändiges Studium der homöopathischen Lehre, der homöopathischen Mittelbeschreibungen, der Anamnese sowie des Behandlungsablaufs. Das beinhaltet viele Hundert Stunden Ausbildung.

Einzelmittel-Homöopathen verabreichen nur jeweils ein homöopathisches Arzneimittel aus einer genau definierten Ausgangssubstanz. Sie verabreichen keine Gemische verschiedener homöopathisch aufbereiteter Substanzen (Komplexmittel). Wie Sie einen qualifizierten Einzelmittel-Homöopathen finden, erfahren Sie auf unserer Website unter der Rubrik „Wer darf homöopathisch behandeln“.

Patienten profitieren von Heilpraktikern, die sich die homöopathische Heilkunst über viele Jahre mit sehr viel Disziplin und Hingabe erarbeitet haben und mit hoher Fachkompetenz anwenden. Lesen Sie mehr über die „Guten Gründe, die für einen Besuch beim homöopathisch therapierenden Heilpraktiker sprechen“. 

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