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Homöopathie und die Gesundheit unserer Kinder

Homöopathie als Heilmethode blickt auf eine über 200-jährige Erfahrung zurück. Mit kleinsten Arzneimittelgaben hilft sie nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern und Jugendlichen – ohne den Organismus mit medikamentösen Nebenwirkungen zu belasten.

Klassische Homöopathie ist daher die komplementär-medizinische Therapieform, die von Eltern bevorzugt gewählt wird.

Sanft, schnell und sicher, nicht schmerzhaft und ohne Abhängigkeitspotenzial ist Homöopathie als Behandlungsmethode geradezu ideal für Säuglinge, Kinder und Jugendliche geeignet.

 

Was Homöopathie zu bieten hat

Nahezu alle Erkrankungen im Kindesalter können Heilungsimpulse durch die Homöopathie erfahren. Eine stetig zunehmende Zahl von wissenschaftlichen Studien belegt die dauerhafte Wirksamkeit1.

Chronische und wiederkehrende Infektionen von Hals, Nase, Ohren und unteren Atemwegen lassen Eltern am häufigsten homöopathischen Rat einholen. Doch auch Allergien und Verdauungsprobleme können durch homöopathische Unterstützung Linderung oder Heilung erfahren.

Oft haben Kinder bereits zahlreiche Antibiotika-Gaben erhalten, wenn sie sich in homöopathische Behandlung begeben. Das Immunsystem ist geschwächt, die Selbstheilungskräfte sind gemindert. Hier hilft die homöopathische Heilmethode: Sie zielt nicht nur auf die ursächliche Behandlung der Erkrankung, sondern behält darüber hinaus den gesamten Organismus im Blick. Dadurch unterstützt sie die Selbstheilungskräfte des Kindes und stellt so eine aktive Hilfe zur Selbsthilfe dar.

 

Mentale und emotionale Probleme

Homöopathie ist besonders nützlich in der Behandlung von mentalen und emotionalen Problemen in der Kindheit, aber auch in der Pubertät. Zum Beispiel bei ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom), schulischen Problemen, unerklärlichen Wutausbrüchen, Schlafstörungen sowie bei Bettnässen und Einkoten. Wir teilen die große Besorgnis von Eltern, dass einer wach-senden Anzahl von Kindern Medikamente gegen ADHS verschrieben werden, die zahlreiche und belastende Nebenwirkungen haben können. Die homöopathische Behandlung dagegen zeigt sehr positive Resultate bei dieser Art von Beschwerden – und zwar nebenwirkungsfrei2.

 

Homöopathische Selbsthilfe bei Kindern

Ein wesentlicher Vorteil der Homöopathie ist ihre unkomplizierte Einsatzmöglichkeit. Eltern können ihre Kinder bei  harmlosen, akuten, bereits bekannten Erkrankungen mit etwas Erfahrung selbst zu Hause behandeln bzw. erste Hilfe leisten. Allerdings benötigt ein vitales Kind beispielsweise bei einer geringfügigen Verletzung oder milden Verläufen von Infekten in den meisten Fällen gar keine Behandlung. Auch wenn nur Therapiemethoden oder Arzneimittel zum Einsatz kommen, die keine unerwünschten Wirkungen haben, können routinemäßige Anwendungen (etwa Arnica bei jedem kleinen Wehwehchen) im Sinne einer Gewöhnung (Konditionierung) pädagogisch bedenkliche Folgen haben.

Die Selbstmedikation kann mit einer speziell für bestimmte Beschwerden zusammengestellten Hausapotheke erfolgen, mit Hilfe eines Handbuchs sowie nach Beratung durch eine*n Homöopath*in. Es sind einige nützliche Ratgeber erhältlich, die einerseits eine Einführung in die Homöopathie als Therapieform und andererseits eine Anleitung zur Auswahl von homöopathischen Arzneimitteln geben, um die häufigsten akuten Krankheiten zu behandeln.

Diese Ratgeber sollten von Eltern ausschließlich zur Behandlung oder ersten Hilfe bei einfachen Beschwerden benutzt werden. Für jede ernsthaftere, nicht abgeklärte oder chronische Erkrankung sollte professionelle homöopathische oder konventionell-medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine Kombination dieser Behandlungsansätze ist übrigens in vielen Fällen durchaus sinnvoll.

 

Zeit im Gespräch: Erforschen, warum das Kind krank ist

Neben der Auswahl des homöopathischen Arzneimittels, das auf die Beschwerden des Kindes abgestimmt ist, gibt eine Beratung bei einer Homöopath*in den Eltern ausreichend Zeit, über mögliche Ursachen von Gesundheitsproblemen ihres Kindes zu sprechen. Diese können viele Gründe haben: Vielleicht liegen eine Dauermedikation oder eine schlecht vertragene Impfung zugrunde, manchmal sind sie auch das Ergebnis emotionaler Belastungen im schulischen oder sozialen Umfeld, die gemeinsam aufgespürt werden können. Oft helfen dann bereits kleine Änderungen, um ungünstige Bedingungen zu verbessern und ein gesünderes Lebensumfeld zu schaffen. Nicht immer ist eine homöopathische Behandlung notwendig.

Bewegungsdrang, Schlafgewohnheiten, Ausgewogenheit der Ernährung, Stimmungsschwankungen, Verhalten und Kontakte mit Gleichaltrigen u. a. gehören zu den Faktoren, die während eines homöopathischen Gesprächs beleuchtet werden. Korrigierende Maßnahmen, die die gesunde Entwicklung des Kindes unterstützen, werden gemeinsam erörtert und ihre Umsetzung angeregt.

 

Homöopathie als Alternative zur konventionellen Behandlung

Kinder und Jugendliche sind pharmakologisch keine „kleinen Großen“, sondern unterscheiden sich im biochemischen und hormonellen Aufbau deutlich von Erwachsenen. Daher können die Wirkungen von Medikamenten, die an Erwachsenen getestet wurden, bei Kindern erheblich abweichen. Nur etwa 50%3 aller konventionellen (schulmedizinischen) Arzneimittel wurden bisher auf ihre spezifischen Wirkungen bei Kindern und Jugendlichen überprüft. Hier kann die Homöopathie eine ebenso sichere wie sinnvolle Alternative bieten: Geringste Mengen wirken individuell, schonend und gefahrenfrei.

 

1     Eine gute Übersicht über die aktuelle Studienlage bietet das Homeopathy Research Institute: https://www.hri-research.org/de/
2     Frei H, Everts R, Von Ammon K, Kaufmann F, Walther D, Hsu-Schmitz S, Thurneysen A. Homeopathic treatment of children with attention deficit hyperactivity disorder: a randomised, double blind, placebo controlled crossover trial. Eur J Pediatr. 2005;164(12):758–767. doi: 10.1007/s00431-005-1735-7.
3     https://www.vfa-patientenportal.de/arzneimittel/arzneien-fuer-kinder/kinderarzneimittel-versorgung-mit-defiziten.html-1

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