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Patientensicherheit beim Heilpraktiker gewährleistet

Patienten, die sich in eine Therapie beim Heilpraktiker begeben, können davon ausgehen, dass sie mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt werden und ihre Sicherheit gewährleistet ist. Nur extrem selten kommt es zu Schadensfällen, was sich in den äußerst niedrigen Berufshaftpflicht-Prämien zeigt. Das hat mehr als nur einen Grund:

Neben dem Heilpraktikergesetz und der Aufsicht durch das Gesundheitsamt unterliegt der Heilpraktiker zahlreichen anderen Gesetzen und Regelungen. So gelten zum Beispiel für Heilpraktiker dieselben Haftungs- und Sorgfaltspflichten wie für Ärzte. Konkret bedeutet das, dass ein Heilpraktiker die von ihm angebotene Behandlungsmethode gründlich beherrscht und er nur solche Tätigkeiten ausübt, für die er qualifiziert ist. Zudem gelten für eine Heilpraktikerpraxis dieselben Hygienevorschriften wie für eine Arztpraxis. Auch auf Notfälle in seiner Praxis muss der Heilpraktiker souverän reagieren können. Selbst seine Geräte müssen dieselben Qualitätsstandards und Wartungsauflagen wie die eines Arztes erfüllen. Darüber hinaus muss er darauf achten, dass eventuell in der Praxis vorhandene Arzneien den Vorschriften des Arzneimittelgesetzes entsprechend korrekt und verschlossen gelagert und regelmäßig auf das Verfallsdatum hin überprüft werden.

Patientenrechtegesetz: Therapeut und Patient auf Augenhöhe

Von besonderer Bedeutung ist das sogenannte Patientenrechtegesetz, das selbstverständlich von Heilpraktikern beachtet wird. Das Gesetz hat den mündigen Patienten zum Ziel und stellt ihn auf Augenhöhe mit dem Behandelnden. Zu den sich daraus ergebenden Pflichten zählen neben der Sorgfaltspflicht u.a. die Aufklärungspflicht, die Dokumentationspflicht, die Verschwiegenheitspflicht und der Datenschutz.

Heilpraktiker klären ihre Patienten nicht nur über die zu erwartenden Kosten der Behandlung auf, sondern vor allem auch über deren Risiken sowie über die schulmedizinische Standardbehandlung. Schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs behandeln Heilpraktiker nur ergänzend zur Schulmedizin, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und die Nebenwirkungen der Standardtherapie zu mildern.

Arztvorbehalt setzt Heilpraktikern Grenzen

Im Gegensatz zu Ärzten ist Heilpraktikern die Behandlung zahlreicher Infektionskrankheiten (Infektionsschutzgesetz §§ 6, 7, 34) verboten. Zudem dürfen sie keine verschreibungspflichtigen Medikamente oder Betäubungsmittel verordnen. Auch für andere Tätigkeiten wie z.B. Röntgen, Schwangerschaftsabbrüche und Bluttransfusionen gilt der sogenannte Arztvorbehalt.  

Bei einem Verstoß gegen diese Regelungen und Gesetze drohen der Entzug der Berufserlaubnis und weitere teilweise empfindliche Strafen. Das möchten keine Heilpraktikerin und kein Heilpraktiker riskieren – und das ist auch gut so!

Ethik-Kommission des VKHD

Sollten Sie als Patient eines VKHD-Mitglieds dennoch einmal das Gefühl haben, von Ihrem Heilpraktiker nicht adäquat aufgeklärt worden zu sein oder aus einem anderen Grund Anlass zur Beschwerde haben, können Sie sich an die Ethik-Kommission des VKHD wenden.

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