Mitglieder-Login

Mitglieder-Login

Bitte warten, Berechtigungsprüfung ...
×

Interview zwischen Thomas Mickler und Purple Schulz

Purple Schulz ist ein bekannter Musiker, Songwriter und WDR4-Radiomoderator. Auf seinen Tourneen fehlt niemals die homöopathische Notfallapotheke seiner Frau. Im Interview mit VKHD-Mitglied Thomas Mickler erzählt er, wie er zur Homöopathie kam und warum er überzeugt ist, dass Homöopathie funktioniert.


Purple Schulz (65) ist Musiker und WDR4-Radiomoderator. In seiner Sendung „Songpoeten“ widmet er sich vor allem der deutschen Singer-/Songwriter-Szene. und dem „Künstlerartenschutz“. Zu seinen größten Erfolgen in den 80ern gehörten Hits wie u.a. Sehnsucht, Kleine Seen oder Verliebte Jungs, für die er mit der Goldenen Europa und zwei Goldenen Schallplatten ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus ist er Mitglied im Kuratorium der Deutschen Alzheimer Stiftung. Sein eindringliches Video „Fragezeichen“, in dem er über Demenz aus der Sicht Betroffener singt, wird häufig als Schulungsmaterial für Auszubildende im Pflegebereich und betroffene Angehörige eingesetzt.

 

Purple Schulz Pressefoto A 2019 Fotograf Ben Schulz Kopie

Wie sind Deine persönlichen Erfahrungen mit der Homöopathie?

Nur eine meiner vielen Erfahrungen mit der Homöopathie: Vor einigen Jahren machte ich schmerzhafte Bekanntschaft mit einem Petermännchen. Im Gegensatz zum „Pittermännchen“, einem 10 Liter Fässchen Kölsch, handelt es sich dabei um einen sehr kleinen Fisch mit einem sehr giftigen Stachel, auf den ich unglücklicherweise getreten bin. Innerhalb von Sekunden hatte ich unfassbare Schmerzen bis hoch ins Bein, die mich mit einer Amputation liebäugeln ließen. Statt zum Arzt zu gehen, ließ ich mir von meiner Frau, die als ausgebildete Heilpraktikerin und Osteopathin über 10 Jahre lang ihre Praxis bei uns im Haus führte, eine Gabe Ledum verabreichen. Innerhalb von 5 Minuten verschwanden Schwellung und Schmerzen. Später las ich, dass eine schulmedizinische Behandlung in so einem Fall bis zu einem halben Jahr Beschwerden nach sich ziehen könne. Ich glaube also nicht an die Homöopathie, sondern ich weiß, dass sie funktioniert. Und das allein zählt für mich.

Welchen Bezug hast Du als Musiker zur Homöopathie?

Wenn wir unterwegs sind, hat meine Frau immer ihre homöopathische Notfallapotheke dabei. Die hat uns schon einige Male große Dienste erwiesen, auch, wenn unser Hund sich mal über das Catering hermacht und Sachen frisst, die nicht gut für ihn sind (lacht). Es gibt noch ein interessantes musikalisches Phänomen zum Thema „Verdünnung“. Ich trete seit zehn Jahren nur noch im Duo oder alleine auf, auch weil es mir einfach zu laut wurde auf der Bühne. Groß arrangierte Songs, die ich früher mit meiner Band oder sogar Symphonieorchester gespielt habe, entfalten in der reduzierten Besetzung eine ungeheure Wucht und kommen viel besser in die Herzen des Publikums. Seitdem nenne ich meine Songs auch gerne meine „musikalische Notfallapotheke“.

Welche Reaktionen erlebst Du, wenn Du Dich positiv zur Homöopathie äußerst (z.B. auch in Deinem Buch „Sehnsucht bleibt“)?

Es scheint mir oft, dass allein der Begriff „Homöopathie“ eine ganz spezielle Sorte von Menschen antriggert. Ich bekomme von denen dann erklärt, dass z.B. eine Heilung gar nicht stattgefunden habe oder nur eingebildet sei. Mein faktischer Gesundheitszustand spielt dann auf einmal überhaupt keine Rolle mehr (lacht). Homöopathie sei sowieso wissenschaftlich nicht belegt. Dabei ist es meiner Meinung nach höchst unwissenschaftlich, das Phänomen der Homöopathie nicht wahrnehmen zu wollen. Ich führe das in erster Linie zurück auf die regelmäßig immer wiederkehrenden Kampagnen gegen die Homöopathie. Vor allem kann ich nicht fassen, dass auf diesen Zug sogar die in meinen Augen bisher immer kritischen Medienformate wie Jan Böhmermann oder „Die Anstalt“ im ZDF aufspringen.

Was würdest Du Dir für die zukünftige Rolle der Homöopathie in der Medizin wünschen?

Wissenschaft ist vergleichbar mit einem Konzert. Nur wenn alle beteiligten Instrumentengruppen aufeinander hören und miteinander spielen, kann ein großes musikalisches Erlebnis daraus werden. Genauso interdisziplinär sollte in der Medizin gearbeitet werden. Die gute Homöopathin kann die gute Chirurgin nicht ersetzen, und umgekehrt. Das gilt übrigens auch für die männlichen Kollegen (lacht).

Hast Du einen Rat an die Homöopathen?

Den gleichen wie für meine Zuhörer beim Radio: Haltet die Ohren steif und immer offen!

Teilen auf FacebookTeilen auf Twitter