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Pflege geht alle uns alle an

13.10.2015
Pflege geht alle uns alle an Pflege geht alle uns alle an Fotolia 58367713 © Hunor Kristo

Das Thema Pflege wird mit dem zunehmenden demographischen Wandel immer wichtiger für die deutsche Gesellschaft. Daher hat die Bundesregierung die Stärkung der Pflege zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Anfang des Jahres ist das erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Das zweite Pflegestärkungsgesetz war jetzt in der Beratung. Nun wollte das Bundesministerium für Gesundheit wissen „Was bedeutet Pflege für Deutschland?“ und hat eine Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: 98 % der Befragten finden, dass das Thema uns alle angeht.

Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz erhalten Pflegedürftige in Deutschland seit dem 1.1.2015 mehr Leistungen, wobei auch die Leistungen für die Pflege zu Hause verbessert wurden. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz werden der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt. Im Zentrum soll hier der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen stehen.
 

Wie präsent ist den Deutschen das Thema Pflege?

Das Bundesgesundheitsministerium hat im September durch das Marktforschungsinstitut infratest dimap eine repräsentative Studie mit dem Thema „Was bedeutet Pflege für Deutschland?“ durchführen lassen. Infratest befragte dazu 1003 Teilnehmer über 18 Jahren.

Es zeigt sich, dass das Thema Pflege die Deutschen beschäftigt. 98 % aller Befragten waren der Meinung, dass Pflege „uns alle angeht". 82 % betrachten die Pflege sogar als „eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft“. 70 % haben sogar Angst davor, selber einmal ein Pflegefall zu werden. 

Das Thema beschäftigt alle Deutschen gleichermaßen, unabhängig vom jeweiligen Lebensalter. So finden 66 % der 60-Jährigen aber auch 61 % der 18- bis 29-Jährigen das Thema „sehr wichtig/eher wichtig“. 23 % der Befragten haben jemand in der Familie, der der Pflege bedarf. 77 % finden das neue Pflegegesetz einen Schritt in die richtige Richtung, nur 5 % erachten das Gesetz als unzureichend. Allerdings bewerten 41 % der Interviewten die derzeitige Versorgung von Pflegebedürftigen in Deutschland als schlecht bzw. sehr schlecht. Die Zahl ist jedoch rückläufig, denn das sind 6 % weniger als im April dieses Jahres. 26 % gehen davon aus, dass sich die Versorgung von Pflegebedürftigen in fünf Jahren eher gebessert haben wird, in 20 Jahren sehen sogar 36 % eine Besserung. 42 % machen sich aber nach wie vor Sorgen um ihre finanzielle Absicherung im Pflegefall.

Weitere Informationen

Die Auswertung der Studie finden Sie hier
Ausführliche Informationen zu den Pflegestärkungsgesetzen finden sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit hier.

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