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Homöopathie unterstützt Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Typ 2

24.10.2017
Homöopathie unterstützt Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Typ 2 Homöopathie unterstützt Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Typ 2 Fotolia #73656156 © tunedin

Ein chinesisches Wissenschaftlerteam konnte in einer kleinen Studie zeigen, dass eine homöopathische Behandlung begleitend zur Standardtherapie hilft, die Blutzuckerwerte bei Diabetes Typ 2-Patienten zu kontrollieren. Je kränker die Patienten waren, umso stärker war der Effekt der homöopathischen Behandlung. 

Die Einstellung der Blutzuckerwerte bei Diabetes-Typ 2 ist u.a. abhängig von Alter, Begleiterkrankungen, Komplikationen einer Behandlung sowie begleitenden Risikofaktoren. Die diabetesbezogene Gesamtsituation eines Patienten hat daher immer Einfluss auf die Therapie. Blutzucker-„Zielwerte“ geben deshalb nur eine Einschätzung der im Regelfall medizinisch optimalen Werte an. Das macht die Behandlung vor allen bei Langzeitpatienten nicht immer einfach und konventionelle Therapien mit oralen Antidiabetika führen nicht immer zum Erfolg, so dass nicht selten Insulin verabreicht werden muss. Neben Lebensstiländerungen werden auch immer wieder einmal komplementärmedizinische Behandlungsansätze als unterstützende Maßnahmen untersucht.

Kleine Studienpopulation

Die chinesischen Wissenschaftler wollten mit ihrer Studie herausfinden, ob eine adjuvante homöopathische Therapie zur Stabilisierung der Blutzuckerwerte beitragen kann. Dazu führten sie zwischen 2012 und 2015 eine retrospektive Kohortenstudie zur begleitenden homöopathischen Behandlung von Diabetespatienten durch. 27 Probanden im Alter von 37–84 Jahren erhielten über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten je nach Symptomen zusätzlich zur Standardtherapie individualisiert ausgewählte homöopathische Arzneimittel. Als Kontrollgruppe dienten die Daten von 40 Diabetes Typ 2-Patienten aus Hong Kong, die konventionell behandelt wurden. Als Hauptzielkriterium wurde der Nüchtern-Plasmaglukosespiegel (FPG) sowie der HbA1c nach 12 Monaten gewählt. Die Patienten der „Homöopathie-Gruppe“ unterschieden sich von der Kontrollgruppe durch eine längere Krankheitsdauer (>20 Jahre), schlechtere Blutzuckerwerte sowie vermehrte kardiovaskuläre Ereignissen bei Studienbeginn.

Homöopathie plus Standardtherapie ist alleiniger Standardtherapie überlegen

Nach 12 Monaten konnten die Forscher beobachten, dass sich in der Homöopathiegruppe die FPG- und HbA1c-Werte gegenüber der Kontrollgruppe signifikant gebessert hatten. Je schwerer die Patienten zu Studienbeginn in der Homöopathiegruppe erkrankt waren, umso stärker profitierten sie von der Behandlung.

Quelle: Carstens Stiftung

Studie:
To, K.L.A.; Fok, Y.Y.Y.; Chong, K.C.M.; Lee, Y.C.J.; Yiu, L.S.S.: Individualized homeopathic treatment in addition to conventional treatment in type II diabetic patients in Hong Kong, A retrospective cohort study. Homeopathy 2017; 106(2): 79-86. doi: 10.1016/j.homp.2017.02.002. Epub 2017 Mar 17.

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