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Bundesernährungsministerium: Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz

21.01.2019
Bundesernährungsministerium: Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz Bundesernährungsministerium: Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz © BMEL, Janine Schmitz/photothek.net
Das Bundesernährungsministerium (BMEL) will mit einer neuen Strategie gegen Übergewicht und Adipositas und die damit einhergehenden Krankheiten in Deutschland vorgehen. Ein Baustein ist dabei die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie, die einen klaren Fokus auf Fertigprodukte hat. Diese sollen künftig weniger Zucker, Fette und Salz enthalten.

Derzeit sind in Deutschland 47 % der Frauen und 62 % der Männer übergewichtig. Bei Kindern und Jugendlichen sind es 15 %. Fast ein Fünftel der Erwachsenen ist sogar adipös. Das Bundesernährungsministerium (BMEL) hat sich daher mit der Lebensmittelindustrie grundsätzlich darauf geeinigt, den Anteil von „Dickmachern“ in Fertigprodukten zu senken. Wie das geschehen soll, wird in dem neuen Strategiepapier beschrieben.

Zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil gehört eine abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung. Hier muss jedoch die Ernährungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher in allen Lebensphasen verbessert werden. Das soll u.a. durch die Projekte des Nationalen Aktionsplans "IN FORM" erzielt werden.

Darüber hinaus fokussiert die Reduktions- und Innovationsstrategie auf eine Reduzierung der Energiezufuhr durch eine Reduktion von Zucker und Fetten sowie auf die Senkung hoher Salzgehalte in Fertigprodukten. Die Basis liefert hier eine Grundsatzvereinbarung zwischen Politik und Lebensmittelwirtschaft. Die Lebensmittelwirtschaft erkennt hier an, dass sie Teil einer Lösung ist, wenn es darum geht, eine ausgewogene Energiebilanz und Verbesserung der Nährstoffversorgung der Bevölkerung zu erreichen. Sie hat sich deshalb selbst dazu verpflichtet, bis 2025 konkrete Reduktionsziele zu erreichen – vor allem für Kinderprodukte. Die Strategie sieht vor, dass die Entwicklungen regelmäßig nachverfolgt werden. Dieses Modell auf Basis der Selbstverpflichtung wird allerdings von Verbraucherschützern stark kritisiert.

Ergänzend sollen umfangreiche Maßnahmen im Bereich Forschung, Innovation und Verbraucheraufklärung durchgeführt werden. So laufen am Max Rubner-Institut neun Projekte, die sich der Reduktion von Zucker, Fett und Salz beziehungsweise dem Einsatz von Ersatzprodukten widmen. Das BMEL fördert im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung darüber hinaus weitere fünf Projekte zum Thema Reformulierung mit einem Gesamtfördervolumen von knapp drei Millionen Euro.
Erhebungen sollen zeigen, inwiefern die Strategie Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten von Verbrauchern zeigt, und ob sie Einfluss auf den Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung hat.

Hier finden Sie die Strategie zum Downloaden. 
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