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Überraschende Wende: FDP-Bundestagsfraktion jetzt für Erhalt des Heilpraktikerberufs

10.05.2019
FDP-Bundestagsfraktion sagt: Der Berufsstand sei beliebt und solle erhalten bleiben. FDP-Bundestagsfraktion sagt: Der Berufsstand sei beliebt und solle erhalten bleiben. Fotolia.com # 128286300 © contrastwerkstatt
Die FDP-Fraktion des Bundestags hat sich nun doch für den Erhalt des Heilpraktikerberufs ausgesprochen. Das kommt überraschend, nachdem zuletzt einzelne FDP-Politiker der Arbeitsgruppe Gesundheit die Abschaffung des Berufs gefordert hatten. Nun erklärt die FDP-Bundestagsfraktion: Nichts da! Der Berufsstand sei beliebt und solle erhalten bleiben.

Die Freien Demokraten im Deutschen Bundestag haben sich in einem Grundsatzbeschluss eindeutig für den Heilpraktikerberuf ausgesprochen. Damit stellten sie sich gegen die Forderungen der AG Gesundheit der FDP, die noch im Herbst die Abschaffung des Berufs gefordert hatte.

Zur Freiheit des Einzelnen gehöre auch das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Viele Menschen würden die Behandlung durch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker schätzen. Sie würden sich bewusst entscheiden und ihre Entscheidungen selbst verantworten.

Zu den Grundsätzen der gesundheitspolitischen Überzeugungen der FDP gehörten Patientensouveränität und damit die freie Arzt- und Therapeutenwahl. Darüber hinaus verteidige die FDP das Recht auf freie Therapiewahl, auch wenn Menschen aus eigener Entscheidung auf Behandlungen verzichten oder alternative Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen möchten, deren Wirksamkeit nach den bisher bekannten naturwissenschaftlichen Methoden nicht belegt sind. Der Begriff des Heilens habe viele Dimensionen und entscheide sich letztlich am Erleben und Empfinden des Einzelnen.

Die seit ca. einem Jahr bundeseinheitlich geregelte Heilpraktikerüberprüfung stelle sicher, dass Heilpraktiker über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, damit von ihrer Tätigkeit bei ordnungsgemäßer Ausübung von Heilkunde keine Gefahr für die Gesundheit ihrer Patienten ausgehe. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen seien ausreichend und bedürften allenfalls Anpassungen innerhalb der bestehenden Systematik.

Hier finden Sie das Positionspapier der FDP-Bundestagsfraktion.
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