VKHD-Mitgliederversammlung 2025 – Ein Bericht
VKHD-Mitgliederversammlung 2025 – Ein Bericht
Am 5. April 2025 fand die VKHD-Mitgliederversammlung 2025 online statt. VKHD-Mitglied Stefan Goßner hat teilgenommen und blickt zurück auf den Tag. Er fasst die wichtigen Punkte zusammen.
Am 05.04.25 habe ich an der Mitgliederversammlung des VKHD online teilgenommen. Im Folgenden möchte ich kurz meine wichtigsten Eindrücke schildern.
Die Vorstände schilderten kurz gehalten und schwerpunktmäßig ihre nationale und internationale Tätigkeit, die für meine Begriffe geprägt ist von Stetigkeit, Kooperation und Orientiertheit. Entsprechend klar und einstimmig war auch die Bestätigung aller Vorstände in ihren Ämtern.
Erfreulich ist das Selbstbewusstsein, mit dem die Öffentlichkeitsarbeit des Verbands mittlerweile agiert. Über die Jahre hat sich eine strategische und inhaltliche Sicherheit im Umgang mit Angriffen entwickelt, die erfreulich ist. In Anbetracht eines zwar momentan relativ ruhigen, aber nach wie vor überwiegend feindlich eingestellten medialen Umfeldes reagiert der Verband souverän und solide, wo es erfolgversprechend und im Rahmen der Möglichkeiten ist. Abfälligkeiten und Haltungsjournalismus finden natürlich noch statt und können auch nicht verhindert werden, auch hat der VKHD nicht die finanziellen Mittel, sich auf mediale Materialschlachten einzulassen, aber in der öffentlichen Diskussion liefert er längst ein geschlossenes, solides Bild.
Dass Veranstaltungen wie die des „GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung“ zum Thema „Historische Perspektiven auf Entstehung und Folgen des Heilpraktikergesetzes von 1939“ im vergangenen Dezember nicht von Feinden der Homöopathie zur Verbreitung des „NS-Nähe des HP“-Narrativs gekapert wurde, ist meines Erachtens ein wichtiges Indiz dafür, dass die öffentliche Diskussion in Qualitätskreisen nun ausgewogener wird.
Die Abrechnungssituation bewegt sich in ruhigen Gewässern: Die Beirätin Bettina Henkel berichtete davon, dass die meisten Abrechnungsprobleme, die an sie herangetragen wurden, Folge der Einführung von computergesteuerter Abrechnung bei Versicherungsunternehmen, und nach Rücksprache leicht lösbar waren. Die übrigen Probleme lagen an falschen Erwartungen von Patientinnen und Patienten, die durch bessere oder mehr Transparenz wohl hätten vermieden werden können. Bettina Henkel schlägt zu diesem Thema eine Online Frage-und-Antwortstunde zu Abrechnungsthemen aller Art vor oder auch ein Kurzseminar zum Thema Patientenaufklärung (Kosten, Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung, Mitarbeit des Patienten). Bei Interesse kann man sich bei ihr melden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Der anhaltend negative Trend bei den Mitgliederzahlen aufgrund der Altersstruktur unserer Kolleginnen und Kollegen setzt sich fort. Neue Mitglieder zu gewinnen, gestaltet sich aufgrund der allgemeinen Situation schwierig. Umso wichtiger ist es, Kolleg*innen, die noch nicht im VKHD sind, neben den allgemeinen Vorteilen (Erhalt der berufspolitischen und arzneirechtlichen Grundlagen für homöopathisches Arbeiten der Heilpraktiker) auch den individuellen Nutzen überzeugend erklären zu können (VKHD-Handbuch, kompetente Ansprechpartner zu beruflichen Fragen, insbesondere zum Berufsrecht, aber auch auf anderen Gebieten), um Potenziale nutzen zu können.
Neben der verbandlichen Situation bleibt weiterhin die solide, erfolgreiche Arbeit in der Praxis die wesentliche Säule für den individuellen wie auch kollektiven Berufserfolg. Hierzu fiel im kollegialen Austausch auf, dass es ganz unterschiedliche Konzepte gibt, mit denen Patientinnen und Patienten erschlossen werden und so das Fortbestehen erreicht wird. Wichtig ist und bleibt, neben der Qualifikation, die Klarheit der eigenen Position, die nicht nur das Selbstvertrauen stärkt, sondern auch das Branding nach außen definiert und intensiviert.
Hierzu hilfreich sind die Positionspapiere des Verbands zu wichtigen Themen (Menschenwürde, Krebs, Impfen …), die der VKHD erarbeitet hat und weiter erarbeitet. Sich diese durchzulesen, schärft die eigene Position, die man wiederum an Patientinnen und Patienten vermittelt und mit der man sich von unseriösen „Homöopathie“-Angeboten abgrenzen kann.
In dieser Richtung ebenfalls unterstützend, kündigte VKHD-Beirat Helmut Schnellrieder vorab das Werk „Selbstvertrauen in der Praxis – Berufsidentität homöopathischer Heilpraktiker“ an. Die Mitglieder werden bei Erscheinen per E-Mail informiert.
Bereichernd fand ich auch den kollegialen Austausch über die durchaus heterogenen Erfahrungen zur Entwicklung der Ausbildung und allgemeinen individuellen Berufssituation über die letzten Jahrzehnte hinweg.
Es war eine für mich sehr interessante, kurzweilige und inspirierende Veranstaltung. Herzlichen Dank!
Stefan Goßner, Krumbach





